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                                               So funktioniert ein Gegenblitz

 

 

Der Gegen-Blitz zum Schutz gegen ungewollte Bilder durch "Paparazzi´s"

Der Gegenblitz ist ein Gerät welches noch sehr umstritten ist, weil viel zu viele, viel zu wenig darüber wissen oder wissen wollen. Der Wunsch durch Gegenlicht das "Feind"-foto lichttechnisch zu "beschädigen" ist hoch, wenn von dieser Qualität Geldbußen, Punkte oder Fahrverbot abhängt. Neben der strafbaren Benutzung als Kennzeichen-Gegenblitz kann auch der Fahrer vom Blitz verdeckt werden. Die Straftat Kennzeichenmissbrauch, wird dann nicht greifen können. Ein "Herauskontrastieren" des Fahrers ist dann nicht möglich in der Art wie schwarze Buchstaben auf weißem Grund als Graubild noch voll erkannt werden. Wenn man versucht ein mit Tausenden Graustufen versehenes Gesicht vom Blitz zu trennen ist keine reelle Wiedererkennung möglich. (Das Gesicht wird dann zum Gespenst) Ohne die ist ein BuGeBe meist nichts wert und die Sache wandert in den Papierkorb.

Die Physik:

Um ein Foto zu verändern, muss man weit in die Filmtechnik eingreifen. Oft wird behauptet, daß die Filme Infrarot-Filme wären. Absoluter Unfug! Infrarot-Filme würden schon belichtet, wenn Wärme aus normaler Umgebung an den Film kommt und die Fototechnik dann mit Kühlsystem ausgerüstet werden müsste. Weiterhin sind solche Filme viel zu teuer dafür. Diese Filme sind schwarz/weiß Filme mit erweitertem Rotbereich. Das bedeutet, dass dort wo das menschliche Auge dunkles Rot und Weinrot wahrnimmt, erkennt der Film weiter helles Rot aus dem er Licht zum Belichten des Filmmaterials entnimmt. Das gelb, orange und rot als Lichtquelle auf s/w Filmen weiß erscheint, läßt egal sein für den Spezialfilm ob der Blitz gelb oder weinrot leuchtet, da nur das Auge anders empfängt. Die normalen Bunt-Filme für "Hinz und Kunz" haben die gleiche Empfangscharakteristik wie das Auge und sind für solche Zwecke nicht verwendbar.                                                  Warum solche Spezial-Filme verwendet werden hat nur den einen Grund, daß "Blitzen zur Verkehrsüberwachung" mit den superstarken Blitzen eine Gefährdung des Verkehrs darstellt und ein Rotfilter verwentet werden muß, damit mit das Auge, welches weinrot nur dunkel wahrnimmt, nicht mehr geblendet wird und damit ein Erschrecken des geblitztenFahrers vermieden wird. Weil aber die normalen Filme dieses rot auch nur dunkel warnehmen, mußte der Rotbereich erweiert werden. Der Bereich 650-750nm kommt damit hinzu. (Infrarot liegt bei 800-80.000nm) Damit geht dem Blitz durch den Rot-Filter kaum wertvolle Blitzleistung verloren.  

Diagramm mit Kurvenverlauf des Spezial-Films

R-spektrum1.jpg (25231 Byte)

NLB - normaler Lichtempfangsbereich des Auges

ZLB - zusätzlicher Lichtempfangsbereich der Filmschicht

 

Die Technik:                     R-Blitz1.jpg (2648 Byte)

Weiterhin sollte ein Gegenblitz noch andere wichtige Vorraussetzungen haben. Er sollte die Sicht nach vorn nicht zu sehr verdecken unter Beachtung der Wahl seiner Bauform. Die Blitzleisung(üblich sind momentan 20-150 Ws) sollte so hoch sein, daß die Fotooptik den "Lichtkegel" breit aufträgt. Die Nachladezeit (üblich 0,4 - 15 Sekunden) sollte unter einer Sekunde bleiben, da ab und zu Doppelfotografie üblich ist und das zweite Bild sonst voll wird. Zwecks Minimierung der eigenen Verkehrsgefährdung sollte der Rotfilter nicht fehlen. Ganz wichtig ist eine schnelle Entladung (die meisten entladen zu langsam) des Blitzes beginnend vom Signal der Blitzerkennung über Fotodiode oder F.Transistor, da bei 1/800 Sekunde wenig Zeit bleibt und viele Gegenblitze für das Auge nicht erkennbar, sich erst kurz danach voll entladen. Eine Wahl der richtigen Bauteile ist minimum. Die "Fotozelle" und deren Signalverarbeitung entscheidet, wie schnell das Signal weitergeleitet wird und auch mit welch hoher Empfindlichkeit Blitze wahrgenommen werden können. Selbst direkte Sonne darf einen Gegenblitz nicht behindern(größtes Makel vieler Modelle), denn dort zeigen sich eindeutige Qualitätsunterschiede. Preise von Gegenblitzen reichen von 200 DM für Ware aus "Fern-Ost" bis ca.1500 DM. Das ist wenig im Verhältnis zu dem, der seinen "Lappen" mal für ne Weile abgeben muß.

 

Kontrastproben: geschossen mit Flashblaster als "Test-Sieger" laut 3.Calibra-Club Deutschlands

(Waren wir doch so fair das best erkennbarste Bild darzustellen)

R-bb1.jpg (6838 Byte)

Erkennungsversuch beim aufhellen (Leider reicht es nun mal nicht nur zu erkennen, daß ein Mensch mit zwei Augen am Steuer sitzt. Es müssen eindeutige Gesichtszüge und -partien unverwechselbar deutlich werden. :-)

R-bb2.jpg (6168 Byte)

Erkennungsversuch normal

R-bb3.jpg (6218 Byte)

Erkennungsversuch bei wenig Licht

 

Recht haben und Recht bekommen:

Haben Sie gute oder schlechte Erfahrung mit der Nutzung eines Gegenblitzes gemacht, dann lassen Sie es uns wissen. Wenn Sie Gerichtsurteile kennen, teilen Sie es uns mit.

 

trotz dem beeindruckend, die strafbare Variante, aber unzureichende Wirkung

r-flsh1.jpg (9170 Byte)

!!!

Flammen.gif (12438 Byte)